
Die Deutsche Telekom AG hat von der BaFin die Erlaubnis zur Gründung einer Rückversicherungs‑Captive mit Sitz in Deutschland erhalten. Die Lizenz wurde Ende März 2026 und damit schneller als ursprünglich geplant erteilt. Es handelt sich um eine der wenigen Neugründungen einer Versicherungs-Captive in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten. Die Telekom wurde dabei von der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (KPMG) und der KPMG Law Rechtsanwaltsgesellschaft mbH (KPMG Law) beraten.
KPMG hat die Telekom als Unternehmensberater von der Validierung des ersten Business Cases über die Gründungsentscheidung bis hin zur Erteilung der Rückversicherungs-Lizenz durch die BaFin begleitet. Dabei brachte KPMG insbesondere Wissen aus Aktuariat, Corporate Finance, Corporate Insurance Management, Risikomanagement für Versicherungen und Steuerberatung ein.
KPMG Law übernahm die rechtliche Beratung bei der Gründung der Gesellschaft, einschließlich der aufsichts‑ und gesellschaftsrechtlichen Strukturierung sowie der rechtlichen Begleitung und Koordination des Erlaubnisverfahrens mit der BaFin.
Die Standortentscheidung der Telekom Captive zugunsten Deutschlands fiel auch vor dem Hintergrund, dass der Zeitraum bis zur Erlaubniserteilung mit klassischen Captive‑Standorten vergleichbar ist. Unterschiede zwischen den Aufsichtsregimen anderer Standorte haben sich durch die Einführung von Solvency II weitgehend nivelliert; die Entscheidung der BaFin wird als Stärkung des Captive‑Standorts Deutschland gewertet.
Die Deutsche Telekom verfolgt das Ziel, möglichst viele Aufgaben rund um die Captive intern wahrzunehmen, hat aber spezielle Tätigkeiten aus dem Betreib der Captive an KPMG ausgelagert – u.a. die Compliance-Funktion. Die Captive soll zur Absicherung der hohen Selbstbehalte eingesetzt werden, die klassische Industrieversicherer von der Telekom verlangen. Zudem ermöglicht die Struktur der Telekom, eigene Versicherungskonzepte zu entwickeln und an positiven Schadenverläufen zu partizipieren.
Der Einstieg der Captive ist ab dem 1. Mai 2026 im Sachversicherungsprogramm sowie ab dem 1. Januar 2027 im Haftpflichtprogramm vorgesehen.
Berater Deutsche Telekom AG
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Frank Schönfelder (Engagement Leader), Marlene Sydow (Projektleitung und Aktuariat), Alexander Thometzek (Director Corporate Finance), Tim Zimmermann (Manager Corporate Finance), Dr. Sandra Grote (Partnerin Steuerberatung), Lisa Wagner (Managerin Steuerberatung), Frank Pallentien (Manager spezialisiert auf Corporate Insurance Management)
KPMG Law
Dr. Frank Püttgen (Partner Versicherungsrecht, Federführung rechtliche Beratung und rechtliche BaFin Koordination), Dr. Nicolaus Manthey (Partner Gesellschaftsrecht), Torge Albrecht (Senior Manager, Gesellschaftsrecht), Christoph Stommel (Manager), Sabina Berhanu (Senior Associate), Andrea Honigmann (Senior Associate) (alle Versicherungsaufsichtsrecht, Rückversicherungsrecht, Köln).
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